BUND-Infopunkt Oderbruch

BUND-Infopunkt Oderbruch

Ausgangssituation

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Kreisverband Märkisch-Oderland betreibt den BUND-Infopunkt Oderbruch. Dieser befindet sich auf dem Gelände des Naturerlebnishofes.

Das 2,5 ha große Areal mit seinen kleinteiligen Strukturen wie Streuobstwiese, Naturteich, Kräutergarten, Waldentwicklungsfläche, Weidenhecken, Bienenwiese wird durch Besucher mit großem Interesse an der Naturschutzarbeit besucht.

Auf dem Gelände finden regelmäßige Veranstaltungen und Gesprächsrunden des BUND zur Auenentwicklung, Naturschutz, Oderausbau und zur Bildung zur nachhaltigen Entwicklung statt. Das Ensemble des BUND-Infopunktes Oderbruch ist ein Info- und Begegnungspunkt für Touristen, Studenten, Schüler und Wissenschaftler, die sich über die Kulturgeschichte, die Artenvielfalt und die Problematiken der Bewirtschaftung, sowie dem Hochwasserschutz informieren möchten. Kanu- und Fahrradtouren sowie Naturwanderungen können direkt vom Standort aus starten.

Naturraum

Zu erleben und zu erforschen gibt es das FFH-Gebiet „Odervorland Oderbruch“ und das Europäische Vogelschutzgebiet „Mittlere Oderniederung“ mit dem „Sophienthaler Polder“ und seiner Binnendüne „Garnischberg“. Auf der anderen Flussseite in Polen befinden sich das FFH-Gebiet „Dolna Odra“ und das Vogelschutzgebiet „Dolina Dolnej Odry“. Hier gibt es keine Hochwasserschutzdeiche, das Auengebiet folgt dem natürlichen Rhythmus der Flussaue. Beindruckend ist die natürliche Binnendüne „Monte Casino“ im gleichnamigen Naturschutzgebiet.

Dies- und jenseits der Oder prägen Weichholz-Auenwälder, bestanden mit Weiden und Schwarzpappeln, aber auch die Hartholz-Auenwälder mit Flatterulmen und Stieleichen das Landschaftsbild. Die Auenwiesen sind mit artenreichen Altarmen und Kleingewässern durchzogen. Im Frühjahr hallen über die Weiten der Oderaue vielstimmige Konzerte der Rotbauchunken sowie Teich- und Seefrösche. Manchmal ist sogar der vom Aussterben bedrohte Laubfrosch zu hören. Biber und Fischotter haben hier ihre Reviere.

Die Oderaue in Kienitz ist als Rast-, Wintergast- und Sammelgebiet für den internationalen Vogelzug bedeutsam. Sie steht in direkter Verbindung mit dem etwa 20 km entfernten polnischen Nationalpark „Ujście Warty“ (Warthebruch) bei Kostrzyn. Im Winter dominieren Saat- und Graugänse, Reiher-, Stock- und Schellenten, Tauchenten und Kraniche. Im Sommer lassen sich Weiß- und Schwarzstörche, Trauer- und Flußseeschwalben, Kampfläufer, Bekassinen, Großer Brachvogel, Austernfischer sowie Flussuferläufer beobachten, Seeadler und Fischadler sind bei ihrer Jagd zu sehen.

Die Schutzgebiete im Raum Kienitz sind wegen ihrer überdurchschnittlich großen Artenvielfalt inmitten der biologisch verarmten Agrarlandschaft außerordentlich bedeutungsvoll.

Aufgabenbereiche

Der BUND-Infopunkt ist Teil der Oderaue und soll als „Auengarten“ weiterentwickelt werden.

Folgende Maßnahmen sind vorgesehen:

Bereich Gehölze und Wiese

  • Weidenpflege als Kulturgut
  • Präsentation der lokalen Baumpflege
  • Pflege Weidenflechtzaun, Weidentipis
  • Hartholzaue, Wanderwege, Stege (Zauberwald)
  • Wasserstandspflege der Gräben
  • Waldentwicklung dokumentieren
  • Anlage eines Herbariums der Baumarten der Aue
  • Aufbau und Pflege Benjeshecke als Unterschlüpf für Wildtiere
  • Naturgemäßer Obstbaumschnitt Seminarbegleitung

Bereich Kräutergarten

  • Schmetterlings- und Insektengarten (Bestimmung, Kartierung, Nachtfalterfang)
  • Pflege des Gartenensembles
  • Bau eines Insektenhotel
  • Anlage eines Herbariums
  • Abnahme Saatgut, Aussaat von Saatgut
  • Erstellen von Präsentationssträussen
  • Kompostpflege- und Management
  • Besucherbetreuung- und Lenkung

Bereich Teich

  • Pflege- und Revitalisierung des Amphibienbiotops

Bereich Tierpädagogik

  • Tierpflege von Aussterben bedrohten Haustierrassen (Ziegen, Schafe, Hühner, Gänse)
  • Betreuung von Pfleglingen wie Wildvögel und Fledermäusen

Veranstaltungen

Naturschutz

  • Winterwasservogelzählung an der Oder
  • Fledermausquartierbetreuung Ostquellbrauerei Frankfurt (Oder) sowie der Außenquartiere in Märkisch-Oderland

Wer sich für die Pflanzenvielfalt interessiert, beachte bitte auch den Link unter den Fotos.

Im Archiv
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